05. 12. 2002
17.09 Uhr
Achtung!
Sie betreten ein Theater.
Trauen Sie jedem Wort.
07. 12. 2002
15.19 Uhr
Im Grunde ist die Unterwerfung eine zurecht Befreiung genannte Tatsache
- ein unchristliche Begegnung
13. 14. 15. 16. und 17. Dezember 02, jeweils 19.00
Im Grunde ist die Unterwerfung eine zurecht Befreiung genannte Tatsache , die vierte Miniatur des Fritzpunkt-Projekts, thematisiert anhand des Textes Ohne Blitz? Schreckstarre nicht. (S.48-58) die Grundsituation des Theaters: Sehen und Gesehen werden, wer füttert wen, wer steht bei wem im Dienst, wer behält den Überblick? Auf kleinstem Raum auf den (Fritz)Punkt gebracht: ein vorweihnachtliches Schau-Spiel.
Teilnehmer: Fred Büchel Susanne Hahnl Irmgard Höllmüller Anne Mertin Markus Redl Elisabeth Steger und Sepp, der Weihnachtskarpfen
20. 12. 2002
18.35 Uhr
Äusseres Szenario von Im Grunde ist die Unterwerfung eine zurecht Befreiung genannte Tatsache.
13. 14. 15. 16. und 17. Dezember 2002
im Fritzpunkt
Zwei voneinander abgetrennte Räume. Im einen, mit "Sofas", Leselampe und einem zentralen, grossen Aquarium ausgestatteten Raum 1 Performerin (Steger) und im Aquarium 1 Karpfen (Sepp). Dieser Raum ist nicht zugänglich.
Im zweiten, in seiner Kachelung und Kahlheit an eine Schlachterei erinnernden Raum mit schwacher Neonbeleuchtung 3 Akteure/Akteurinnen (Büchel, Hahnl, Mertin) und 10 am Boden liegende, miteinander verkabelte Autolautsprecherboxen, an einen Verstärker mit CD-Player angeschlossen.
Ein Nebenraum, die "strenge Kammer", abgesehen von einem Strohballen gänzlich leer, vom Schlachtraum durch eine gelbe Linie am Boden getrennt. Wird von den Akteuren/Akteurinnen nur zum Ende der Aktion genutzt.
Raum 1 und 2 sind nur durch zwei Fenster miteinander verbunden, eines zu tief angebracht, so dass man sich bücken muss, um in den Raum 1 mit Performerin und Karpfen zu sehen, eins zu hoch angebracht, so dass der Blick nur auf Zehenspitzen möglich wird. Das Zurück-Blicken aus Raum 1 unterliegt denselben Gegebenheiten.
Der Publikumseingang befindet sich an der Strassenfront des Fritzpunkts und führt direkt in Raum 2.
Die Aktionen von Performerin und Karpfen und Akteur/Akteurinnen laufen parallel ab, sind voneinander aber unabhängig.
Während des Eintretens des Publikums besteht die Aktion der drei Akteure/Akteurinnen einerseits in der Beobachtung der entstehenden Situation im Raum (was die Fixierung einzelner Personen miteinschliesst), andererseits in der inneren Vergegenwärtigung des jeweils eigenen textlichen Ablaufs für den 2. Teil der Unterwerfung . Diese erste Phase dauert je nach Anzahl und Eintreffen des Publikums bis zu 35 Minuten, ihr Verlauf hängt ursächlich mit dem Verhalten des Publikums zusammen. Mal ist diese Phase beinahe stumm, mal wird jede Bewegung der Akteure/Akteurinnen und jedes Phänomen im Raum vom Publikum lauthals kommentiert.
Die zweite Phase setzt ein mit dem Einschalten des CD-Players, der den zuvor aufgenommenen Text Ohne Blitz? Schreckstarre nicht. (S. 48 - 58 aus Naturgemäß I , Lesung: Höllmüller) mit ausgelassenen Textteilen abspielt. Die drei Akteure/Akteurinnen knien sich zu drei Lautsprechern und vervollständigen den Text je einzeln an den jeweiligen Stellen mit Einzelworten, halben Sätzen, Namen. Am Ende dieser etwa 15 Minuten dauernden Phase steht die lieblose Entlassung (S.58) des Publikums, indem sowohl der CD-Player gestoppt, die Doppeltüre zur Strasse hin weit geöffnet, die Neonröhren gelöscht und zu dritt Platz auf dem Strohballen in der "strengen Kammer" genommen wird, u.U. unter Vetrtreibung von sich dort befindlichen Zuschauern. Die rasch eintretende Dezemberkälte vertreibt schnell alle Zuschauer, die von 1 auf dem Gehsteig stehenden Mann (Redl) in blauen Arbeitskleidern mit dem gesamten, auf der Homepage www.fritzpunkt.at befindlichen Material zum Fritzpunkt-Projekt in gebundener Form beschenkt werden. Eine lieblose Entlassung mit Draufgabe, naturgemäß.
21. 12. 2002
21.33 Uhr
Notate der Performerin Elisabeth Steger zu
Im Grunde ist die Unterwerfung eine zurecht Befreiung genannte Tatsache
DER ZETTEL DES BRAUCHENS
( Brecht, Gedichte in einem Band: S.748 )
Viele kenne ich, die laufen herum mit einem Zettel
auf dem steht, was sie brauchen.
der den Zettel zu sehen bekommt, sagt: das ist viel.
aber der ihn geschrieben hat, sagt: das ist das wenigste.
mancher aber zeigt stolz seinen Zettel
auf dem steht wenig.
6.12.
Fritzpunkt:
Der Raum ist mir vorgegeben
Mit seinem Mobiliar
Und dem Fisch
Ich trage ein Kleid
Und werde
durch Bewegung im Raum
die Möglichkeiten, die sich
mir durch Bewegung darin bieten
( im Raum, im Kleid )
2./3. Haut
versuchen auszuloten
lesen.
LILA
oder meine ständige Frage: wer und was bin ich eigentlich ?!
zu meiner Performance im Fritzpunkt
( dazugestellt danach )
(ImGrundeistdieUnterwerfungeinezuRecht
BefreiunggenannteTatsache Anteil )
die eigentlich nicht mehr ist als eine kleine Solidaritätskundgebung: ich lese mit.
" es ist durchaus verzeihlich, nicht zu wissen, was das Wort performativ bedeutet.
Es ist ein neues Wort und ein garstiges Wort, und vielleicht hat es auch keine sonderlich
großartige Bedeutung. Eines spricht jedenfalls für dieses Wort, nämlich dass es nicht tief klingt."
( John L.Austin, Performative Äußerungen / Gesammelte philosophische Aufsätze
Performanz: Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, 2002 )
Vielleicht verwende ich es deshalb, das Wort, das "nicht tief klingt", weil ich von der Malerei kommend die Oberflächenphänomene im Aug hab eine Vermutung.
Und da bin ich, sozusagen bei meinem eigenen "Oberflächenphänomen" meiner Bekleidung einem lila Kleid ankommend, schon mittendrin, um sofort abzulenken:
ein kleiner Exkurs zum Begriff BEKLEIDUNG
" Der Ausdruck Bekleidung geht auf das mittelhochdeutsche Wort kleit ( Tuch, Kleid-dung ) zurück, das sich wiederum von klei ("fette Tonerde") ableitet und soviel wie
" das mit klei Gewalkte" bedeutet.
Bezogen auf die Fassadenkleidung verweist W.Pehnt auf ein Sprachbild, das J.F.Blondel schon in der Encyclopedie verwendete: man kann sagen, daß die Fassade für das Bauwerk ist, was die Physiognomie für den menschlichen Leib ist. Die Etymologie des Wortes Fassade von lateinisch facies, gleich Gestalt, Figur, Antlitz, und von italienisch faccia, gleich Gesicht stützt diesen Gedankengang."
( Haus-Kleider von Karin Harather 1995 )
K. Harather zitiert in diesem Zusammenhang G.Semper:
"der deutsche Ausdruck WAND, paries, gibt seinen Ursprung zu erkennen. Die Ausdrücke Wand und Gewand sind einer Wurzel entsprossen. Sie bezeichnen den gewebten oder gewirkten Stoff, der die Wand bildet."
( Die Vier Elemente der Baukunst 1851 )
LILA eine Farbe ?
Als Sakralfarbe des Christentums steht Violett liturgisch für die Advents-und Passionszeit.
Für alle vormoralisch und zuerst ans Essen denkenden, wäre das dann die: Vorkarpfenzeit. In der indischen Symbolik ist sie die Farbe des Übergangs.
"LILA bedeutet in Nordindien Spiel- und wird auch als Bezeichnung für Spiele und Dramen benutzt ... In diesem Zusammenhang bezeichnet LILA kein gewöhnliches Drama, kein "normales" Theater, sondern teilt mit, dass die Götter und das Göttliche aktiv und manifest geworden sind."
( Eine performative Theorie des Rituals, Stanley J.Tambiah ebenso aus Performanz, siehe oben )
Die Tradition wurzelt im Altertum, wo Violett die kostbarste Purpurfarbe war.
Die Farbe der Unabhängigen !
A. Sage mir, o Damis, gibt es etwas, was man Malerei nennt ?
D. Gewiss doch.
A. Und worin besteht diese Kunst ?
D. Nun, in dem Mischen der FARBEN.
A Und warum werden die Farben gemischt ?
D. Um der Nachahmung willen; um das Abbild des Hundes oder eines Pferdes oder eines
Mannes zu erhalten, oder auch eines Schiffes oder was immer es sein mag.
A. Malerei ist also Nachahmung, Mimesis ?
D. Gewiss, was sonst ? Wenn Malerei nicht Nachahmung wäre, wäre es ja eine kindische
Spielerei mit Farben.
A. Sehr richtig. Aber was für ein Bewandtnis hat es mit den Dingen, die wir am Himmel
sehen, wenn die Wolken treiben: Zentauren und gehörnte Antilopen, Wölfe und Pferde ? Sind diese auch Werke der Nachahmung ? Ist Gott ein Maler, der sich so die Zeit vertreibt ?
Beide stimmen überein, dass die Wolkengebilde an sich keinen Sinn besitzen, sondern ihr Entstehen allein dem Zufall verdanken, und stellen fest, dass WIR erst ihnen Gestalt und Sinn unterlegen, da unserer Natur die Neigung zur Nachahmung angeboren ist.
A. Aber geht daraus nicht hervor, dass die Kunst der Nachahmung zwiefältig ist ? Besteht
sie nicht auf der einen Seite in der Herstellung von Nachahmungen mit Hilfe von Hand
und Geist, auf der andern jedoch in der Schaffung von Bildern mit dem Geiste allein ?
Er legt dann dar, dass die geistige Mitwirkung des Betrachters beim Vorgang der Nachahmung eine wichtige Rolle spiele.
( Unterhaltung zwischen Apollonius und Damis bei Philostratus aus Mimesis und Performanz / Wolfgang Iser , in Performanz, siehe oben )
LILA vereinigt die beiden Gegensätze Rot und Blau und wurde daher als Mischfarbe zwischen den Geschlechtern zu einer Farbe der Eigenständigkeit von der Frauen-Lesben und Schwulenbewegung angeeignet.
Im Mittelalter bezeugten Violett und Veilchen dann das Unverheiratetsein und Bleibenwollen
sowohl von Frauen als auch Männern.
( Im heutigen Wien assoziiern viele vielleicht eher die Farbe eines Fußballclubs mit LILA )
"Man muß ins Theater gehen wie zu einem Sportfest. Es handelt sich hier nicht um Ringkämpfe mit dem Bizeps. Es sind feinere Raufereien. Sie gehen mit Worten vor sich. Es sind immer mindestens zwei Leute auf der Bühne, und es handelt sich meistens um einen Kampf. Man sieht in die Leute hinein, man muss nur scharf zugucken, es ist wie bei Ringkämpfen: die kleinen Tricks sind das Interessante."
( B.Brecht, Der Kinnhaken Das Theater als Sport )
Da bin ich also jetzt im Fritzpunkt angelangt.
Wenn ich nicht zum harten Kern gehör - bin ich dann das weiche Fruchtfleisch, ein Früchtchen ?
Pflaumenfleisch vielleicht. Oder Zwetschendatsch.
( ein schönes LILA )
K.O.
Das Kleid, das ich bei dieser "Gelegenheit" trage, betont natürlich die Figur.
Es ist eigentlich zu eng für meine Bekleidungs- und darin Wohlbefindens-Verhältnisse -
Ich bemerke das, als ich ins Schaufenster klettere, meine Bewegungsfreiheit ist wirklich eingeschränkt. "Aber ich geb mir das jetzt mal sowie sich das ja eine Vielzahl von Frauen und auch Männern ständig gibt so ein Textilkorsett "
" Ich werde mich im Verlauf meiner Argumentaion auf theatralische, anthropologische und philosphische Diskurse beziehen, in der Hauptsache jedoch auf die Phänomenologie, um zu zeigen, dass das, was als Geschlechteridentiät bezeichnet wird, eine performative Leistung ist, die durch gesellschaftliche Sanktionen und Tabus erzwungen wird."
( Judith Butler: performative Akte und Geschlechterkonstituion, ebenso aus Performanz )
Ich bin zusätzlich ( absätzlich ?, absichtlich ) BARFUSS. Auch ein Statement natürlich.
Lyrisch ?
ein absolut nichtiges Detail: durch die trockene Heizungsluft, der ich die unterkühlten Träger
meiner Leiblichkeit aussetze, tut ihre Wirkung: meine Fersenhornhaut trocknet und springt.
Springt, wie Sepp, der Karpfen.
Einmal macht er einen richtigen Salto: so wie sie das auf den Kalligraphien tun, die morgenländischen Karpfen.
... um das Abbild einer Frau zu erhalten ...
Frau Elisabeth.
auch so ein Punkt. Der Name. Die Namen.
"Im Land des Chen und Lein"
wird aus "der" Elisabeth dann "das" Elisabethchen. Das geht schnell.
Differenzen!
"Sofern Performanz Erzeugung ist, bezieht sie sich auf die Übersetzung dessen, was ist,
so daß sich die Notwendigkeit der Performanz immer dort ergibt, wo es Differenzen zu überbrücken gilt."
( Mimesis und Performanz, W.Iser, siehe oben )
Eine Differenz, die sich aus verschiedenen Praktiken ergibt und die ich sehe:
"Doch China beschäftigt immer in erster Linie die unendliche Verlängerung des Lebens des materiellen Körpers, während Indien von der Idee der zu erobernden spirituellen Freiheit, der Transfiguration und der Vergöttlichung des Körpers erfüllt ist."
( Yoga, Mircea Eliade , 1960 )
" Schmerzknoten und Luftmaschenbrücken "
Mein Stickrahmenglobus als ein von mir fabriziertes und dazugestelltes Objekt im Raum
zum Begriff " Gegenbewegung" als Beschreibung der Tätigkeit oder des Tuns im Fritzpunkt
" Die Mimesis gegen ihren eigenen Illusionismus sowie gegen die dekonstruktivistische Kritik stark zu machen heißt für Ricoeur, "sich aus der Geschlossenheit der Repräsentation zu befreien", weshalb er Mimesis als einen Prozeß zu entfalten gedenkt, "den ich spielerisch, aber dennoch allen Ernstes mimesis 1, mimesis 2 und mimesis 3 nennen will" Nun bedarf Mimesis selbstverständlich einer Vorgabe, und dazu verruft sich Ricoeur auf "den zentralen Gedanken des Aristoteles, daß Dichtung Nachahmung von Handlung sei." Mimesis setzt folglich ein allgemein akzeptiertes Vorverständnis dessen voraus, was eine Handlung ist, die sodann vom Autor in einen Text umgesetzt und schließlich vom Leser realisiert wird. "Es ist in der Tat der Leser oder besser der AKT DES LESENS der letzlich die einzigartige Schaltstelle für den unaufhörlichen Übergang von mimesis 1 zu mimesis 3 durch mimesis 2 ist; das heißt: von einer präfigurierten Welt zu einer transfigurierten Welt durch die Vermittlung einer konfigurierten Welt."
"Der Leser wird zur Schaltstelle, um die Prozessphasen ihrer Vollendung zuzuführen."
(Mimesis und Performanz, W.Iser, siehe oben)
Also ist das Tun im Fritzpunkt, des Fritzpunkt´s eigentlich keine Gegenbewegung ...
sondern notwendige Weiterbewegung ?
Der Fritzpunkt als Transformator, Umspannwerk mit Fritzstrom.
V.Flusser zum Schreibvorgang: aus Die Geste des Schreibens
"Die Schreibmaschine dagegen ähnelt eher dem Klavier."
ICH TANZE ALSO ZUM KLINGENDEN BUCHSTABENFLUG
Festungsmusik, Verteidigungs- und Abwehr- und Kampf- GESANG ?
Martialisch das Ganze: " Ihr könnt aber bös schaun!" bemerkt ein Besucher.
Ich spiele Publikum.
Und werde als einzige den gemeinen Begrüßungsblicken gnadenlos ausgeliefert.
Sie nehmen mich ins Visier, die harten Fritzpunktkerne. Nahkampf.
Wenn Blicke töten könnten. Können sie doch,
oder ?
Mir gefällt auch immer noch diese alte Vorstellung des Seh-Strahls: also, dass da etwas heraustritt, aus dem Auge. Oder AUCH heraustritt, nicht nur hineinfällt.
Blicke können durchdringen, durchbohren, sie lassen sich werfen.
Mancher wirft sein ganzes Auge auf etwas.
Der Konzentrationspunkt
" Die Konzentration ( dharana, von der Wurzel dhr, zusammengedrückt halten ) ist wirklich eine ekagrata, eine Fixierung auf einen Punkt, deren Gehalt jedoch streng begrifflich ist.
Anders ausgedrückt, die dharana dadurch unterscheidet sie sich von der ekagrata, deren einziger Zweck das Aufhalten des psychomentalen Flusses und seine Fixierung auf einen Punkt ist die dharana vollzieht diese Fixierung zum begreifen. Vacaspati Misra fügt hinzu, dass man die dharana nur mit Hilfe eines Gegenstandes erreicht, auf den man sein Denken richtet."
( Yoga, Mircea Eliade )
Mein Gegenstand ist eigentlich die Gegenstände: Körper(und)Sprache
"Go back to the body, which is where all the splits in Western Culture occur."
( Carolee Schneemann, Up to and including her limits )
29. 12. 2002
12.40 Uhr
Das Projekt Fritz-CD :
Textmaterial: Schreitet die Verwesung zügig voran oder tut es die Fliege? (S. 62 - 68 und S. 112 - 115 aus Naturgemäß I )
Vorgabe: Nach acht Monaten Beschäftigung mit der Sprache von Marianne Fritz eine exemplarische Lesart etablieren. Was leistet diese Sprache im Klang, jenseits der Körperlichkeit? Was transportiert ein vierstimmiger Umgang mit dieser Sprache? Die Verteilung der Stimmen führt zu einer Verdeutlichung der je eigenen Haltung, was den Gesamttext begehbar macht: Es ensteht eine Partitur mit festgelegten und freien Teilen.