05. 03. 2005

 

17.25 Uhr 

 


Grundriß der Stadt des Kindes von Anton Schweighofer

"Die Anlage ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Einmal durch das sozialpädagogische Konzept der Aufnahme von Pflegekindern durch die Stadtgemeinde, die bis zur Erwerbsfähigkeit in der Betreuung der Stadtgemeinde bleiben. Zum anderen durch die dafür entwickelte architektonisch-städtebauliche Form.

Es sollte als Alternative zu den "geschlossenen" Jugendheimen (mit den programmierten psychischen Folgeschäden) eine offene Struktur angeboten werden. Die Kinder sollten sichtbar nicht als Randgruppe deklassiert, sondern als Bewohner eines Zentrums und einer kommunikativen Freizeiteinrichtung auch gesellschaftlich akzeptiert werden. So besteht die Anlage nicht nur aus fünf Vierfamilienhäusern mit je einer Zehnkinderfamilie (in zweigeschossigen Wohneinheiten mit autonomer Betreuung) und einem Jugendklub, sondern auch aus Schwimmbad, Theater, Turnsaal, einer Gaststätte und anderen Einrichtungen (Kleintierzoo etc.), die zugleich als öffentliche Anziehungspunkte gedacht waren.

Das komplexe Raumangebot ist um einen linearen Strassenraum organisiert, die Wohnhäuser wenden sich nach Südwesten einem großen Parkgrundstück zu. Innerhalb dieser dezidiert urbanen Typologie ist durch räumliche Ausbildung, durch Lichtführung, durch Versatz in mehrere Ebenen, durch Terrassen und Abtreppungen eine ausserordentliche Vielfalt an Nutzungsangeboten und an dreidimensionaler Erlebbarkeit erreicht worden.

Die auf Transparenz und Kommunikation angelegte Architektur liefert der inhaltlichen Konzeption in Fortführung der humanen Ansprüche der klassischen Moderne die adäquate Hülle, die eben über eine rein funktionalistische Bedarfsdeckung weit hinausgeht. Gerade in dieser Kongruenz von baulicher und soziologischer Idee liegt Schweighofers auch an vielen anderen Bauaufgaben bewiesene, spezifische Stärke."
nextroom.at nach Friedrich Achleitner

 

 

19.46 Uhr 

 

Zwei Titel für den 050505, 5pm :
Fritz in Fahrt
Fritz und Konsorten

 

09. 03. 2005

 

11.32 Uhr 

 

Im Setting einer Aufführung das Publikum genau denken und die Beziehung dazu ebenso genau definieren. Was zum Beispiel zum einem Untertitel führen könnte wie
...................................
Eine Resthöflichkeit

 

13. 03. 2005

 

14.36 Uhr 

 

Ironie als (einzig übriggebliebene) Arbeitsmethode:
Ironie den eigenen Arbeitsbedingungen gegenüber
wäre
Ironie gegenüber den ökonomischen Zwangsvorschlägen
und damit
Ironie gegenüber der eigenen Flüchtling sexistenz, zB. :

In deinem Lager ist Österreich
Eine Flüchtlingsironie in fünf Gruppen

 

 

14.58 Uhr 

 

Ironie (gr.-lat.) die; -, ...ien (Plural ungebräuchlich)

a) feiner, verdeckter Spott, mit dem man etwas dadurch zu treffen sucht, daß man es unter dem auffälligen Schein der eigenen Billigung lächerlich macht;

b) paradoxe Konstellation, die einem als frivoles Spiel einer höheren Macht erscheint, zB. eine - des Schicksals, der Geschichte.
Duden 1990

 

 

15.20 Uhr 

 

Eine Rauminstallation, die die von der Politik zur Disposition gestellte soziale Funktion der Stadt des Kindes thematisisert:

Je eine Bautafel an jedem Ende der Stadt des Kindes, auf der genaue Pläne zur Erweiterung des Auhof-Centers mit fiktiven Bauträgeradressen, Ansprechpartnern und Telefonnummern vermerkt sind.
Reaktionen allzu absehbar?

 

14. 03. 2005

 

17.20 Uhr 

 

Die Stadt des Kindes ist als demontiertes Sozial-Format selbst auf der Flucht. Diese Fluchtbewegung zeigen. Alles was geschieht, ist: Eine Fluchtbewegung, die sich selbst ironisiert. Die Ironie als Mittel zur Möglichkeit, daß diese Bewegung aufhört. Oder sich als richtig erweist?

 

 

17.25 Uhr 

 

Das im Zentrum der Stadt des Kindes situierte Büro für theatrale Sofortmaßnahmen hat ein Durchgriffsrecht auf alle sog. "freien Theatergruppen" Wiens (zB. Über- und Untergriffe).

 

15. 03. 2005

 

11.08 Uhr 

 

Die Bedeutungen sind auf der Flucht.

 

 

20.58 Uhr 

 


Was (am Donnerstag) gewesen sein wird
Eine Nachlaßdramaturgie
Ablaufskizze zum 17. März 2005 in der Postgasse

 

17. 03. 2005

 

23.23 Uhr 

 

Fritz anwenden (Versuch 14)

Was (am Donnerstag) gewesen sein wird
Mit den drei Fritzpunkten, Martin Haas und Rosemarie Pilz als Zuschauerin

Die Konstruktion einer Unmöglichkeit in der Möglichkeitsform: für alle, die Alles was der Fall ist - Fast ein Tribunal am 26. Februar im Arsenal verpasst haben.

Eine Rück-Erinnerung an den 26. Februar im Arsenal, zu viert eine erinnernde Übersetzung von Raum und Verhalten mit Kommentar, Zeitsprung, Auslassung, Wiederholung, Texttausch, Kollegenersatz, Beschreibung von Handlungen anstelle ihrer Durchführung, Änderung der Szenenabfolge und einer eingehenden Rahmenanalyse zu Beginn des Versuchs. Die Sessel für das Publikum im ganzen Raum verstreut, der Tribunaltisch für die anfängliche Verlesung der Texte über die (Rettungs)folter wird mit einem mitgebrachten Brett über zwei Stühlen angedeutet, der Balkon wird bei geöffnetem Fenster zur Dolmetschkabine. Zum Ende wird der aus Naturgemäß I lesende Martin Haas auf dem Stuhl aus dem Raum getragen. Die Flexibilität der kleinen Versuchs-Form läßt den Ironiefaktor gegenüber der großen Form im Arsenal noch mehr wachsen (vgl. die Rede von der im Theater so üblichen Raumverwaltung durch Positionierung der Agierenden).

 

19. 03. 2005

 

23.33 Uhr 

 

Schöne Idee:
Unter der Decken
Eine Fehlinterpretation
Projekt mit Elisabeth Steger und den Gerechten

 

26. 03. 2005

 

17.26 Uhr 

 

"...und wie das Begräbnis, so wurden auch andere >weit ueber den Anlaß hinaus< wirkende historisch verbürgte Ereignisse einer Rhetorik unterworfen, die stets im Worte gleichsam zur Theateraufführung >umformt< und zum Trauerspiel kommen >läßt<, was in anderer Lage auftauchen darf, nur als >gesulzte Farce< ..."
Marianne Fritz Naturgemäß I, 1996

 

31. 03. 2005

 

22.40 Uhr 

 


Das Post - Kuratorium
Ein Tauschhandel mit Kaffee und Konzept
Folge 1

31. März 2005, 19 Uhr

Wir bieten:
Proberäume gratis
Aufführungsräume gratis
Strom gratis
Thema gratis
Methodendiskussion gratis
PR tw. gratis

Wir suchen:
Gegenwerte

Nähere Informationen vor Ort.

Kontakt:
0699 / 11 68 56 16
stadttheaterwien@nextra.at
http://www.fritzpunkt.at

Das Post-Kuratorium - Abt.3.0 des Stadt Theater Wien

Eine Kooperation des Stadt Theater Wien mit Kunst- und Wissenstransfer / Institut für Medienkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien / Univ.-Prof. Dr. Christian Reder


Auf dieses per email verbreitete unwahrscheinliche Angebot erscheinen am heutigen Abend 13 Personen in der Postgasse, die nach den Worten " Heute geht es nur um Sie!" schildern, was sie am Angebot des Post-Kuratoriums interessiert und was sie als Gegenwert anbieten. Die Fritzpunkte fragen nach, jeweils ein Fritzpunkt nach einem spezifischen Thema (Raum, Zeit / Stoff, Thema / Kooperation). In einer abschließenden Runde erläutert das Post-Kuratorium erstaunlicherweise sein Angebot: 49 000 m2.
Das alles bei Kaffee und Konzept. Thema für das nächste Treffen am 14. April 2005: Gemeinsamkeiten .

Wer nach der Etymologie des Wortes "tauschen" sucht, findet im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm: "Wer Lust hat zu tauschen, hat Lust zu täuschen."