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11. 03. 2003
09.17 Uhr "Denkt man die skizzierte Transformation des Theaters zu einem Möglichkeitsraum weiter - und die neuere Theaterentwicklung gibt dazu Anlaß - so muß man feststellen, daß Brechts Formel vom "Theater ohne (passive) Zuschauer" gar nicht weit genug geht. Will man die Transformation im Konzept der Inszenierung reflektieren, so stößt man vielmehr nach dem Theater ohne Zuschauer auf die darin implizite, aber noch nicht wirklich gedachte Formel eines "Theaters ohne Schauspieler". Es geht tatsächlich um die Eröffnung eines möglichen Theaters ohne - bloße - Schauspieler, also eine Weise der Inszenierung, die nur noch marginal - oder überhaupt nicht mehr oder nur als Katalysator - ein Schau-Spiel schafft. An seine Stelle tritt eine Szene, ein Environment, eine Situation, eine Präsentation, in der vor allem die Wahrnehmungen, Gesten, Einstellungen und Handlungen künftiger/potenzieller Zuschauer (aber sind sie noch Zuschauer?) zum Gegenstand der Inszenierung werden. In diesem Sinne scheint es, daß Brechts Lehrstückmodell und bestimmte neue Theaterformen sich gegenseitig zu erhellen vermögen. In beiden Feldern stellt sich die Frage der Inszenierung. Nur scheint unbestreitbar, daß die Schaffung der Möglichkeitsräume im neuen Theater nur sehr indirekt wenn überhaupt politisch gedacht oder von dem politischen Pathos begleitet ist, das die das Publikum aktivierenden Theaterformen noch der 70er Jahre und erst recht Brechts Lehrstückidee aufwiesen. Gerade aus diesem Grund aber scheint die theoretische Engführung des Lehrstücks mit den Formen des jetzigen "vor-läufigen" Theaters erhellend."
15. 03. 2003
14.36 Uhr Skizze der Aktionsmöglichkeiten im Fritzpunkt-Reisebüro
17. 03. 2003
17.16 Uhr Fritzpunkt schwimmt - von Wien zum Schwarzen Meer
31. 03. 2003
09.20 Uhr Etwas ist dran - ein Lehrstück zum Vorurteil , eine Kooperation des Stadt Theater Wien und des Instituts für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, findet als geschlossene Veranstaltung , also ohne Zuschauer, vom 31.3. - 5.4.2003 im Fritzpunkt statt.
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