01. 02. 2008

 

18.19 Uhr 

 

Die Agitation wird zur öffentlichen Meinungspflege
in drei Teilen:

Die Festung Teile 1a, b und c:
Fritzpunkt sucht die Schwerkraft der Verhältnisse
Fritzpunkt prüft die Schwerkraft der Verhältnisse
im roten Wien
Fritzpunkt verschenkt die Schwerkraft der Verhältnisse

Ab März 2008 in Wien.

 

03. 02. 2008

 

23.47 Uhr 

 


Heiße Empfehlung:

www.internil.net
(Homebase Leipzig)


 

06. 02. 2008

 

22.12 Uhr 

 


Fritzpunkt prüft die Schwerkraft der Verhältnisse im roten Wien :

Mit der Ausschreibung des Schwerkraft-Preises für die größte private Bibliothek im Wiener Gemeindebau subventioniert der momentan unsubventionierte Fritzpunkt in Form des größten Scheins (500.- Euro) eine/n Gemeindebaubewohner/in, die mit dieser Subvention noch mehr Lieblingsbücher kaufen können (so sie den Preis nicht in andere Lebensmittel umsetzen wollen). Honi soit qui mal y pense.

 

07. 02. 2008

 

22.17 Uhr 

 

Denkbar wäre auch, den Schwerkraft-Preis jährlich
(zB. für unter besonders schwierigen Umständen zustandegekommene kulturelle Leistungen) zu vergeben. Ausschreibungsanregungen werden gerne entgegengenommen.

 

11. 02. 2008

 

21.33 Uhr 

 

Beginn der Arbeit an Teil 2 der Festung :
Ausdifferenzierung des Konzepts und Re-Lektüre des zweiten Romans von Marianne Fritz: Das Kind der Gewalt und die Sterne der Romani (1980).

Unter dem Arbeitstitel Wir wollen eh nur singen: und das unbedingt! bereitet der Fritzpunkt vom 1. - 4. Mai 2008 eine Handlungs- und Text-Klausur in ländlichen Verhältnissen (kein Strom, Wasser vom Brunnen, Feldbettenunterkunft) als Pilotversuch einer neuen Lehrstück-Arbeit vor. Den im bäuerlichen Milieu spielenden Roman verhandeln, ohne ihn vor- oder nachzuspielen. Wenn nichts Theater ist, ist dann nicht alles Theater? Wollt ihr die totale Illusion?
15 Personen versammeln sich im Roman: Limitierte Teilnehmerinnen- und Teilnehmer-Anzahl! Bei Interesse bitte melden, genauere Informationen späterhin hier auf diesem Kanal.

 

12. 02. 2008

 

09.06 Uhr 

 

Eine Spekulationszeit behandelt alles als Konkursmasse.

 

13. 02. 2008

 

15.07 Uhr 

 

Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen
freut sich, eine langfristige Maßlosigkeit anzukündigen:


Die Festung / Teil 1 - 5
Eine Versuchsanordnung zum Gesamtwerk
der Autorin Marianne Fritz
2008 - 2009


Die 1948 in Weiz geborene, am 1. Oktober 2007 verstorbene Autorin Marianne Fritz hinterläßt ein Werkfragment von über 9000 Seiten. Um mit Dietmar Dath zu sprechen: "Du fragst Dich schon, ob Du vielleicht augenkrank bist, aber es ist nicht der grüne Star, es ist bloß Marianne Fritz, die schreibt wie niemand sonst auf der Erde. Das ist ihre Kunst."

Das Projekt Die Festung , benannt nach dem Arbeitstitel des Gesamtwerks von Marianne Fritz, begreift diese Texte in ihrer dramatischen Vielfalt als Handlungsanweisung für das Theater, als Verhaltensweisen generierenden Wahrnehmungsapparat, der in seiner formalen Avanciertheit, seiner Klang- und Rhythmuskapazität für das zeitgenössische Theater virulent werden muß.

Die Versuchsanordnung Die Festung entwickelt ihre verschiedenen Formate entlang der sich ineinander verflechtenden Romane "Die Schwerkraft der Verhältnisse" (1978), "Das Kind der Gewalt und die Sterne der Romani" (1980), "Dessen Sprache du nicht verstehst" (1985), "Naturgemäß I" (1996), "Naturgemäß II" (1998) und des noch unveröffentlichten Romanfragments "Naturgemäß III":


Die Festung - Teil 1a, b und c
Die Schwerkraft der Verhältnisse im roten Wien
Eine öffentliche Meinungspflege
März/April 2008

Die Festung - Teil 2
Wir wollen eh nur singen: und das unbedingt!
4 Tage Klausur unter einer hohen Wand
Mai 2008

Die Festung - Teil 3
Dessen Sprache du nicht verstehst
12 Tage = 288 Stunden Dieseda und Diesedort
Oktober 2008

Die Festung - Teil 4
Wenn du mein Hirn gefunden hast, erzähle ihm Vertrautes
Ein Lernstück als Musiktheater
Frühling 2009

Die Festung - Teil 5
MF oder Die Zertrümmerung der Verhältnisse durch die Anschauung
Eine performative Handreichung zur Ausstellungspraxis
Herbst 2009

Informationen unter:
+43 (0)699 11685616
buero@fritzpunkt.at

Fritzpunkt
Büro für theatralische Sofortmaßnahmen
Ein Konzept des Stadt Theater Wien
Fred Büchel Susanne Hahnl Anne Mertin und Co.

 

17. 02. 2008

 

15.29 Uhr 

 


Langes Arbeitsgespräch mit Tatjana Nikitsch und Karl Jungwirth über Die Festung - Teil 2 , die Klausur zum "Kind der Gewalt". Das Grundkonzept der Gleichwertigkeit jeder Handlung und ihrer Impfung mit Fritz-Text (über die Installierung eines Vorlesers, einer Vorleserin in jeder Arbeitsgruppe) taucht auf. Wer impft da wen? Gehandelt wird von Morgendämmerung bis Abenddämmerung, Tätigkeiten wie Holz machen, Beete anlegen, Zaun reparieren, Kochen, Mähen etc., unterbrochen von drei gemeinsamen Mahlzeiten, bestimmen den Tagesablauf. Vier Tage der Arbeit vom 1. bis 4. Mai 2008. Es gibt nur Teilnehmer, kein Publikum: Lehrstück! (Weiß jemand einen besseren Begriff?)

 

20. 02. 2008

 

21.57 Uhr 

 

"Und war am 23. September schon die Nacht, in der die Zeit stillsteht und rennt in einem und deshalb eh nicht möglich; nicht auf dem Bauch von so einem bauxigen Erdkugerl. Aber bestimmt möglich, das Noch-Nicht-Gedenkte, das eh nur so ein zifferndürrer Ökonom von einem zweifüßigen Erdbewohner zu nennen beliebt: Das Denkunmögliche. Und es nichtsdestotrotz da draußen hin und her geschwebet, hin und her gehopset, hin und her gekreiselt, in hoffnungsträchtigen Entfernungen, nicht erreichbar für den gescheiten Zweifüßigen, so einen zifferndürren Affen, der sich gleichsam zugebilligt den Namen: Mensch; der Revoltierende an sich!
Nichtsdestotrotz das Denkunmögliche hat beweinet, irgendwo da draußen, das Erdkugerl und es beklaget, als den Weltall-Schmerz an sich! Es doch nicht erfahren wollen das Weltall? O nein, doch nicht erspähen wollen, es gar heimsuchen! Und mit dem Maßstab der Gnome die Höhen und Tiefen, das wundersame Rutschbahn-Kreuz-und-Quer und das wundersame Rutschbahn-Hinauf-und-Hinunter messen wollen? Und das Noch-Nicht-Gedenkte schrumpeln lassen zu einem zifferndürren Schon-Gedenkten von so einem Zweifüßigen? Bleib mir da unten; grad dort, wo du daheim bist; und immer gewesen! Bleib mir doch erhalten: der verwortakelten Prinzeß, diesem bauxigen Ellipsoid; gelt?! O du zifferndürrer Pfiffikus von einem Erdkugel-Ökonom; nix da! Pratzen weg vom Weltall! Ist`s die Hoffnung doch vom Vlastymil Franz allemal noch gewesen, in letzter Instanz! Bleib so erhalten, dem winzigen Nirgendwo von einem doch, herzigen Erdkugerl! Zu gescheit bist nämlich, für`s Weltall! Alleweil schon gewesen! Scher` das Erdkugerl kahl, nur zu! Ratzekahl kannst es scheren. Hast eh den gewagten zifferndürren Verstand von einem Zweifüßigen zum Liebhaben, Herzen, Drücken, Zwicken und Zwacken, so dich die Langeweile plaget, da unten? Grad auch so ein Herz, das zu gut ist, nämlich für`s Weltall! Alleweil schon gewesen! Natürlich bist auch du ein Mitglied des Weltall-Familien-Eins und das an sich! Ja! Ja! Gibt es doch in jeder Familie so ein rabenschwarzes Schaf; so halt auch im Weltall-Familien-Eins?"
Marianne Fritz Das Kind der Gewalt und die Sterne der Romani, 1980

 

27. 02. 2008

 

16.49 Uhr 

 

Neuer Titel für den zweiten Teil der Festung :

Das Hirn wird populär!
4 Tage Klausur unter einer Hohen Wand

Für diese Klausur gilt:
Die Tat und das Wort haben das Sagen.
Der Roman wird erhandelt.