02. 02. 2005
18.24 Uhr
Der 1. Tag im Tribunal-Raum
"Fritzpunkt makes BIG-ART"
10. 02. 2005
18.38 Uhr
Da die Probennotate nun sehr spärlich werden, einige Bemerkungen zum bereits geklärten Fall:
"Immerhin war, nebensächlich: Der Fall war von vorneherein naturgemäß ? Schon vorgeklärt: Der da kommt und sich beschwert, vermag die Zentralfrage nicht zu fassen. Die lautet, im Fragengewand von Bruder zu liebäugelndem Bruder stets: gleich. Wer Konstruktionen mit Instruktionen in einem Aufwaschen zur Sprache führt, indem er die Instruktionen zur unerhörten Konstruktionenflut wohl des Teufels aufschäumte, war ein und derselbe. War das gestattet, die Freiheit zu besitzen, annehmen diese Annahme, Mann habe es mit einem zu tun, der auch Wechselbeziehungen ? vorträgt und was unterschlägt ? Korrekturen schaffen Ordnung, greifen ins Gefüge, um schlecht Gefugtes, neu zu fügen: Folglich! Sind scharf die Folgerungen zu wagen für den wachen, nicht schläfrigen Verstand ? Etwas einwandfrei gestalten, kann nicht bedeuten, daß Vorwände..."
Marianne Fritz Naturgemäß II, 1998
15. 02. 2005
16.02 Uhr
Probenfoto als Tafelbild
16.14 Uhr
Im Vorraum - kein Tafelbild
22. 02. 2005
19.06 Uhr
Zu haben ist sie nicht, die Versöhnung,
ohne Schreckstarre
Der Fritzpunkt hat wieder einmal weiter aus Marianne Fritz` Romanen Naturgemäß I und II gelesen, diesmal in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in der Herrengasse. Aber nicht nur gelesen wurden, oder?, die Texte für die Aufführung vom 26.2.2005. Erinnerungen an das letzte Fritz weiterlesen am 26.2.2004 in der Frankgasse. Koinzidenz?
23. 02. 2005
23.04 Uhr
24. 02. 2005
21.28 Uhr
Die Verhandlung:
Soviel Mitsprache(möglichkeit) wird nie mehr sein. Dieses Zuviel an (technischer) Möglichkeit wäre auch als Anzeige des Gegenteils lesbar: Wir wollen mit Euch Publikum nichts zu tun haben! Strategie der Überzeichnung. (Wieso wird so ein Vorgang eigentlich nicht Übermalung
genannt?)
" Wie hätten Sie gehandelt? "
(aus den Zeitungstexten über Folter)
26. 02. 2005
19.00 Uhr
Alles was der Fall ist
Fast ein Tribunal
Versetzen Sie sich in eine Lage, die keinerlei Handlungsspielraum zuläßt. Wir schulen sie darin ein, in Ausnahmefällen ist es ganz einfach. Das, was im äußersten Fall erlaubt sein muß, verlangt nach der Tat. Wo die Tat unmöglich ist, wuchert die Verhandlung.
Ort:
Arsenal Research, Objekt 221
Faradaygasse 3 , 1030 Wien
Text:
Marianne Fritz, Stadt Theater Wien und Kommentartexte
Mit:
Karl Bruckschwaiger, Fred Büchel, Martin Haas, Susanne Hahnl, Anne Mertin, Katherina Zakravsky und Gen Seto, Markus Redl
In der Reihe Fritzpunkt Vor Ort präsentiert das Stadt Theater Wien Alles was der Fall ist - Fast ein Tribunal . Diese einmalige Vorladung wurde in der Serie Fritz anwenden öffentlich entwickelt.
Der Hörsaal mit Simultanübersetzungsanlage im Objekt 221 des Wiener Arsenals bietet sich in idealer Weise für das inszenierte Spiel mit der Institution des Gerichts, seiner Funktionsweisen und Repressionstechniken an. Dieses zitierte Ritual funktioniert in seiner Wiedererkennbarkeit als Situationsmatrix, die sowohl das freie "Sprechen über" als auch die geschriebene Sprache der österreichischen Autorin Marianne Fritz (aus den Romanen Naturgemäß I und II ) integriert.
Über die an ihren Plätzen montierten Mikrofone können die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Kommentaren und Aussagen in die Verhandlung eingreifen. Alle Anwesenden werden zu Spielfiguren in einem sich verselbstständigenden Gerichts- und Theater-Prozeß, in dessen Verlauf sich die Rollenzuordnung der Figuren vollkommen auflöst: Alles was der Fall ist -
Fast ein Tribunal .
Fritzpunkt Vor Ort 2
- ein Projekt des Stadt Theater Wien
Ein großes Danke an die Unruhe Privatstiftung , ohne die dieses Projekt nicht möglich geworden wäre!
28. 02. 2005
13.09 Uhr
Ausnahmsweise sei folgendes Zitieren aus einem e-mail von heute erlaubt:
"Nachtrag:
Ich möchte meinen herzlichsten Dank für den Abend auch über diesem Wege noch einmal zum Ausdruck bringen und erstaune einfach immer wieder über die Singularität eines solchen Unterfangens: Außenstehenden davon zu berichten, muss erst einmal jemand zu Stande bringen...
Unendlichen Dank fürs Beiwohnen dürfen."
13.33 Uhr
Das Tribunal räumt das Arsenal.