05. 01. 2007

 

16.11 Uhr 

 


Unterscheidungsmerkmale von normaler und kleiner Flußschrift / normaler und kleiner Städteschrift / normaler und kleiner Geländeschrift / normaler Schrift und normaler Schrift klein in Naturgemäß I und II
von Marianne Fritz

 

06. 01. 2007

 

21.31 Uhr 

 


Arbeitstreffen für den Auftrag Kellner in der Expositur E4. Ziel: "Einen öffentlichen Irrtum begehen."

 

08. 01. 2007

 

13.48 Uhr 

 


Das Büro für theatralische Sofortmaßnahmen präsentiert und offeriert an diesem Tag der großen (österreichischen) Worte den Verantwortlichen der Wiener Theaterreform die Dachmarke " Stadt Theater Wien " . Es ließ sich dabei von folgender Überlegung leiten:

"Markenpolitik im Allgemeinen hat die Aufgabe, weitgehend austauschbare Produkte zu einer allein stehenden Marke zu stilisieren und eine Unterscheidbarkeit zu Konkurrenzprodukten herzustellen. Der Dachmarke kommt hierbei das Branding eines Produktimages zu, das sich im Idealfall auf sämtliche Unternehmensmarken überträgt und für eine durchgängige Wiedererkennung selbst bei diversifizierten Leistungen sorgt." wikipedia.org

Den Machern und Macherinnen der Theaterreform
sowie den involvierten Machern und Macherinnen
von Theater in Wien kam mit heutigem Datum per mail folgender Text zu (nachzulesen auch unter der ebenfalls heute online gestellten webdomain www.stadttheaterwien.at):


(Fassung letzter Hand)

Das Stadt Theater Wien: Schlußakkord der Wiener Theaterreform

Die Bedeutung Wiens als europäische Kulturmetropole beruht zu einem großen Teil auch auf den Einrichtungen der Darstellenden Kunst. Kaum eine andere europäische Großstadt verfügt über eine derart breit gefächerte Theaterlandschaft wie Wien. Die überragende Bedeutung, die der Theaterstadt Wien aus ihrem ehemaligen kulturellen Erbe zukommt, kann jedoch nicht als sicherer Besitz betrachtet werden. Eine verantwortungsvolle Pflege des kulturellen Erbes schließt die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, mit zeitgenössischen Themen und neuen Formen des künstlerischen Ausdrucks an zentraler Stelle mit ein.

Das Stadt Theater Wien hat seit seinem Bestehen mit Erfolg die ganze Stadt Wien als Theater für sich reklamiert und sieht in der nun zum Abschluß gelangenden Wiener Theaterreform die erfolgreiche Umsetzung seiner seit 1989 verfolgten Visionen. Die mehrjährige Dauer des Reformprozesses mit all seinen Höhen und Tiefen macht deutlich, daß das Reformieren an sich ein zutiefst performativer Akt ist, der moderne theatrale Produktionsprozesse unter postmodernen Bedingungen neu gestaltet. Die Konsequenz dieser Theaterreform positioniert Wien im europäischen Städtvergleich - weit vor Berlin und Zürich mit ihren Reformationsmodellen - als Ort progressiver Umsetzung zeitgenössischen Theaterdiskurses.

Im Sinne der Etablierung koproduzierender Theaterhäuser, die in Zusammenarbeit mit den Freien Gruppen Projekte erarbeiten und so einen stringenten und inhaltlich motivierten Spielplan des Theaters der Stadt Wien ermöglichen, muß die Individualität dieser Reform, erkennbar auch am Einbeziehen der Förderpraxis in den Theatervorgang selbst, mit einer geeigneten Marketingstrategie zum Ausdruck gebracht werden.

Die Marke "Stadt Theater Wien" garantiert allen in Wien arbeitenden Freien Theatern aufgrund ihrer umfassenden Implikationen Selbstreflexion und theatrale Kompetenz und repräsentiert programmatisch die Qualität der Wiener Theaterreform. Vorausblickend hat das Stadt Theater Wien zu diesem Zweck mit Beginn der Reform im Jahr 2002/2003 die Internetdomain stadttheaterwien.at zuhanden der Reform-Verantwortlichen Andreas Mailath-Pokorny, Ernst Woller und Marie Ringler reserviert und freut sich, ihnen mit Jahresbeginn 2007 diese Webpräsenz und die Dachmarke* "Stadt Theater Wien" zu überantworten, bevor das neue Kuratorium seine Arbeit beginnt.

Für das Stadt Theater Wien:
Anne Mertin
Fred Büchel

* Als Dachmarke wird innerhalb des Marketing die übergeordnete Marke einer sog. Markenfamilie bezeichnet, die sich durch einen besonders hohen Wiedererkennungswert (Reichweite) und in der Regel eine große Akzeptanz in der Zielgruppe auszeichnet und selbst keine eigentlichen Leistungen (Produkte/Dienste) vollbringt.

 

20. 01. 2007

 

18.11 Uhr 

 


(Ernstfall)Auftrag Trappl

Art: Lesen, Gespräch, Spaziergang

Thema: "Es ist nur eine Frage der Zeit, die Frage ist es, die nochnichtganz geklärt ist. Wo ist der Punkt, der Ort. Groß wird die Freude sein, unfaßbar die Bewegung, sprechen wird er wie kein anderer jemals gesprochen hat. Schweigen wird er, sehr lange und ebenso wird es sein Herr halten." Marianne Fritz

Ort: 1110 Wien, Privatwohnung, Zentralfriedhof

Personal: 4 Personen

Anlaß: Ver.Rückung // hoch drei

 

27. 01. 2007

 

17.44 Uhr 

 


Im Zuge der intensiven Lektüre von Naturgemäß II für die Textauswahl von Im Fritz-Textgelände - Eine Aufhebung (September 2007) fallen im grafisch immer komplexer werdenden Schrift-Bild verstreute Zeichnungen auf, die sich bei genauerem Hinsehen zum äußeren Ring der 1915 (von den k&k-Truppen selbst) zerstörten österreichisch-ungarischen Festung Przemysl zusammensetzen lassen. Oben eine schematische Darstellung des inneren und äußeren Festungsrings mit seinen Gürtelhaupt- und -zwischenwerken. Unten folgt ein Fritz`scher Städteplan von Galizien und Bukowina mit Przemysl, dem "Nabel dieser Welt", im Zentrum, darauf eine schematische Darstellung Galiziens mit den offiziellen Städtebenennungen zur Zeit des 1. Weltkriegs.

 

 

17.45 Uhr 

 

 

 

17.46 Uhr 

 


(Nicht nur) dazu passend:

In diese etwas zerklüftete Vollkommenheit stürzen traditionsgemäß Kriege klärend. Das Ganze explodiert
und die Trümmer bleiben übrig.
Marianne Fritz Naturgemäß I, 1996

 

31. 01. 2007

 

16.52 Uhr 

 


Notizen zu Schrift, Publikum und Aufhebung
im Fritz-Textgelände